Rosazea (Couperose)
Rosazea (Couperose)
Rosazea (Couperose)
Die Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Typisch sind anhaltende Rötungen, sichtbare Äderchen, entzündliche Papeln oder ein brennendes, empfindliches Hautgefühl. Die Rosazea lässt sich heute sehr gut kontrollieren, auch wenn sie nicht vollständig heilbar ist.
Bei der Rosazea sind vor allem die Wangen und die Nase betroffen. Allerdings können Veränderungen auch an Stirne, Kinn, Augen- und Augenlider sowie selten der Kopfhaut auftreten.
Typische Veränderungen sind Flush-artige Rötungen, diffuse Rötungen, Gefässerweiterungen und entzündliche Hautveränderungen.
Seltener kann es zu Gewebeverdickungen an Nase, Kinn oder Stirne kommen oder zu Lidrandentzündungen und brennenden Augen.
Die genauen Ursachen der Rosazea sind noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist jedoch ein Zusammenspiel aus :
- Überreaktion des angeborenen Immunsystems
- Gefässüberreaktivität
- Chronischer Entzündung
- Rolle der Demodex-Milben
- Genetischer Veranlagung
Es existieren verschiedene Reizfaktoren, sogenannte Triggerfaktoren, welche die Erkrankung verstärken können:
- UV-Strahlung
- Hitze, Sauna, Kälte
- Alkohol
- Scharfes Essen
- Stress
- Ungeeignete Hautpflege
- Bestimmte Medikamente
Die Rosazea wird in drei Stadien eingeteilt. Diese können allerdings einzeln auftreten und müssen nicht alle durchlaufen werden
Stadium I (erythematös-teleangiektatisch):
Im ersten Stadium steht die Gefässreaktion der Haut im Vordergrund.
- Häufiges oder anhaltendes Erröten des Gesichts
- Verstärkte Rötung bei Hitze, Stress, Alkohol oder scharfem Essen
- feine, sichtbare Äderchen
- Brennen oder Stechen der Haut
- Sehr empfindliche, schnell reagierende Haut
Stadium II (papulopustulös):
Im zweiten Stadium kommt es zu entzündlichen Hautveränderungen.
- Dauerhafte Rötung im Gesicht
- Rote Papeln oder Eiterpusteln (KEINE Mitesser)
- Spannungsgefühl oder Brennen
Dieses Stadium wird häufig mit Akne verwechselt – wichtig ist die korrekte dermatologische Diagnose.
Stadium III (phymatös):
Im dritten Stadium kommt es zu Gewebeveränderungen durch chronische Entzündung.
- Verdickung der Haut an Nase, Stirn, Kinn
- Vergröberte Poren
- Knotenartige Hautveränderungen
Die Rosazea-Behandlung richtet sich nach Stadium, Hauttyp und Ausprägung der Beschwerden.
Ziel ist es, Entzündungen zu reduzieren, Rötungen zu mildern und die Haut langfristig zu stabilisieren.
Behandlungsoptionen:
- Medizinische Cremes und Gele (entzündungshemmend, antiparasitär, talgregulierend oder antibiotisch)
- Systemische Therapie bei mittelschweren bis schweren Formen (talgregulierend oder entzündungshemmend)
- Laser- und Lichttherapien zur Behandlung von Rötungen und erweiterten Blutgefässen
- Aufbau einer rosazea-geeigneten Hautpflege
- Beratung zu Lebensstil und Triggervermeidung
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die primär das Gesicht betrifft und durch Rötungen, erweiterte Blutgefässe und Entzündungen mit eitrigen oder geröteten Papeln gekennzeichnet ist.
Seltener kann es zu Gewebeverdickungen an Nase, Kinn oder Stirne kommen oder zu Lidrandentzündungen und brennenden Augen.
Nein, Rosazea ist keine ansteckende Erkrankung und hat auch nichts mit unreiner Haut oder mangelnder Pflege zu tun.
- Gerötete Gesichtshaut
- Sichtbare Äderchen
- Entzündliche Pusteln
- Verdickung der Haut
- Brennen und Juckreiz
Vereinfacht gesagt sind die Hauptursachen untreschiedlich.
- bei einer Akne meist hormonell und talgdrüsenbedingt
- bei der Rosazea entzündlich und gefässbedingt
Ein wichtiges klinisches Merkmal ist, dass bei der Rosazea keine Mitesser auftreten.
Eine frühzeitige Therapie kann:
- Rötungen deutlich reduzieren
- Entzündungen kontrollieren
- Gefässveränderungen stabilisieren
- Fortschreiten in höhere Stadien verhindern
- Hautalterung durch chronische Entzündung verlangsamen
Häufige Trigger wie UV-Strahlung, Hitze, Alkohol, scharfes Essen, Stress sowie ungeeignete Hautpflegeprodukte sollten möglichst vermieden werden.
Aggressive Peelings, Alkohol-haltige Kosmetik, häufige Produktwechsel sind ebenfalls ungünstig.
Ja, Laser- und Lichttherapien können sichtbare Gefässe und Rötungen deutlich reduzieren und sind eine bewährte Ergänzung der Rosazea-Therapie.