Haarausfall /
Erkrankungen der Kopfhaut
Haarausfall / Erkrankungen der Kopfhaut
Haarausfall / Erkrankungen der Kopfhaut
Zu den häufigsten Beschwerden von Haar- und Kopfhauterkrankungen gehört der Haarausfall. Haare haben für die meisten Menschen einen hohen Stellenwert, symbolisieren Schönheit und schützen uns vor UV-Strahlung. Von Haarausfall betroffene Frauen und Männer haben meist einen hohen Leidensdruck.
- Erblich-hormonell bedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie)
- Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)
- Haarausfall nach Stressereignis (diffuses Telogeneffluvium nach Geburt, Krankheit, Gewichtsverlust)
- Haarausfall im Rahmen von dermatologischen Erkrankungen (Ekzem, Schuppenflechte, Lichen ruber)
- Haarausfall im Rahmen von infektiösen Erkrankungen der Kopfhaut (Pilzinfektion, bakterielle Infektionen)
- Haarausfall im Rahmen von Vitamin- und Nährstoffmängel, Schilddrüsenfunktionsstörungen
Basis jeder Abklärung ist eine ausführliche Befragung (Anamnese).
Meistens werden bestimmte Blutuntersuchungen durchgeführt. Insbesondere sollen Mangelerscheinungen (v.a. Eisen, Biotin, Zink, Vitamin B12) und eine Schilddrüsenfunktionsstörung ausgeschlossen werden. In gewissen Fällen kann auch eine hormonelle Abklärung bei einer Gynäkologin Sinn machen.
Die Kopfhaut wird mittels Dermatoskopie untersucht und allenfalls werden spezifische Tests durchgeführt.
Bei unklaren Fällen oder Verdacht auf eine vernarbende Form von Haarausfall wird zusätzlich eine Gewebeprobe der Kopfhaut zur mikroskopischen Untersuchung entnommen.
Bei jeglichen Hinweisen, die auf einen vernarbenden Prozess hindeuten sollte eine umgehende ärztliche Vorstellung erfolgen.
- fehlende Haarfollikelöffnungen
- glänzende, vernarbte Kopfhaut
- Krusten und eitrige Prozesse
Bei Kindern sollte in jedem Fall eine ärztliche Vorstellung erfolgen, da es sich oft um infektiöse Ursachen (Pilzbefall) handelt, die sich rasch ausbreiten und auch auf andere übertragen werden können.
Je nach Ursache stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung.
Für den diffusen Haarausfall, beispielsweise nach Krankheit oder hohem Gewichtsverlust, den postpartalen Haarausfall nach einer Schwangerschaft oder den erblich-hormonell bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie) bestehen folgende Behandlungsmöglichkeiten:
- Eigenblutbehandlung (platelet rich plasma)
- Microneedling mit spezifischen Wirkstoffen
- Polynucleotide zur Unterstützung des Haarwachstums
- Tinkturen zum Auftragen auf die Kopfhaut (Minoxidil)
- Systemische Therapien in Einzelfällen (Finasterid nur beim Mann, Minoxidil)
Eine detaillierte Besprechung der für Sie individuell am besten geeigneten Behandlungsstrategie erfolgt in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
- Genetische Veranlagung
- Hormonelle Veränderungen
- Stress
- Ernährungsmängel / Mirkonährstoffmängel
- Autoimmunerkrankungen
- Medikamente
- Krankheiten
- Gewichtsverlust
- Schwangerschaft / Geburt
- Infektionen
- Mechanische Faktoren (Kopfbedeckung, straffe Frisuren)
Ein täglicher Verlust von bis zu 100 Haaren bzw. beim Haarewaschen von bis zu 250 Haaren ist normal.
Eigentlich hat jedes Haar seinen eigenen Zyklus, falls mehrere Zyklen jedoch synchron verlaufen, kann es während gewissen Zeiten zum gleichzeitigen Übergang mehrerer Haare in die Telogenphase kommen, so dass z.B. im Frühjahr und Sommer vermehrt Haare ausfallen.
Dies hängt von der Ursache des Haarausfalls und einer frühzeitigen Therapie ab.
Wichtig ist bei Haarausfall eine korrekte Diagnose und dann eine entsprechende Therapie. Die Therapie sollte frühzeitig erfolgen, da einmal verlorene Haarfollikel nicht wiederhergestellt werden können.
Wichtig zu wissen, häufiges Haarewaschen verursacht keinen Haarausfall und verschlimmert ihn auch nicht. Selteneres Waschen der Haare lässt ausgefallene Haare optisch sichtbarer, da gesammelt, ausfallen. Fazit: Haare die ausfallen, fallen sowieso aus.
Die optimale Waschfrequenz hängt prinzipiell vom Kopfhauttyp ab und lässt sich nicht pauschal sagen.
Für die meisten Menschen aber sind alle 2-3 Tage optimal, bei fettiger Kopfhaut kann aber auch täglich nötig sein.
Wenn möglich soll ein mildes Shampoo verwendet werden, welches nur auf die Kopfhaut und nicht auf die Längen einmassiert wird. Die Einwirkzeit sollte nur kurz sein und das Shampoo mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Anti-Haarausfall-Shampoos verweilen nur kurz auf der Kopfhaut und haben kaum einen Effekt, deshalb werden sie von uns nicht empfohlen.
Dies ist natürlich abhängig von der der Ursache des Haarausfalls.
Generell kann man aber sagen, dass Haare verzögert reagieren. Das heisst, was aktuell ausfällt, wurde vor Monaten „programmiert“ und was heute behandelt wird, zeigt seine Wirkung erst Monate später.
Meist dauert es 3-6 Monate bis sich die Situation merklich verändert.
Generell empfehlen wir dies nur bei nachgewiesenem Mangel, da Überdosierungen gewisser Vitamine Haarausfall sogar verschlechtern kann.
Eine ausgewogene, vielfältige Ernährung, mit ausreichend Proteinen ist zu empfehlen.