Psoriasis
(Schuppenflechte)
Psoriasis
(Schuppen
Psoriasis (Schuppenflechte)
Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Haut, die alle Altersklassen betreffen kann. Es gibt verschieden Erscheinungsformen, am häufigsten ist die sogenannte Psoriasis vulgaris, welche durch gerötete, verdickte und schuppende Hautareale (Plaques) insbesondere an Knie, Ellenbogen und der Kopfhaut gekennzeichnet ist. Manchmal ist nicht nur die Haut betroffen sondern auch andere Organe, z.B. die Gelenke und Nägel.
Die Psoriasis kann in verschiedenen Formen auftreten.
Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris, Plaque-Psoriasis. Typische Hautveränderungen sind gerötete, schuppige Flecken, die sich scharf von der gesunden Haut abgrenzen und oft jucken. Sie treten vor allem an bestimmten Stellen des Körpers wie Ellbogen, Knie oder dem behaarten Bereich des Kopfes auf.
Weitere Formen der Psoriasis betreffen andere Stellen des Körpers, wie etwa die Leisten, Gesässfalte, die Achselhöhle (Psoriasis inversa) oder Hände und Füsse.
Die Schuppenflechte kann auch Veränderungen an den Nägeln hervorrufen (Nagel-Psoriasis). Typisch sind zum Beispiel Dellen, aber auch gelbliche Verfärbungen und krümelig abbröckelnde Nägel.
Bei 20% der Erkrankten äussert sich die Schuppenflechte auch in den Gelenken. (Psoriasis-Arthritis). Hierbei kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung von Gelenken, welche dazu führen kann, dass die beteiligten Gelenke dauerhaft geschädigt werden.
Die Psoriasis ist eine autoimmun bedingte Hauterkrankung.
Die genetische Veranlagung (genetische Prädisposition) spielt eine entscheidende Rolle ob jemand an Psoriasis erkranken kann.
Bestimmte Triggerfaktoren können die Erkrankung bei genetisch prädisponierten Personen zum Ausbruch bringen. Solche Triggerfaktoren sind z.B. Stress, Infektionen, Medikamente, Verletzungen oder auch Hormonveränderungen.
Die Psoriasis ist nicht heilbar, kann jedoch sehr gut behandelt werden. Die Therapieform der Psoriasis muss für jeden Patienten individuell je nach Psoriasisform und Schweregrad gewählt werden.
Nebst den unterschiedlichen Lokaltherapien (Crème, Salbe) kann eine schonende Lichttherapie mit Schmalspektrum UV-B oft eine Linderung bringen. Bei schweren Psoriasisformen kommen auch Systemtherapien in Form von Tabletten und Injektionen zur Anwendung.
Psychotherapeutische Unterstützung kann helfen, mit der chronischen Erkrankung umzugehen. Selbsthilfegruppen bieten emotionale Unterstützung und Austausch mit Betroffenen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was die Schuppenflechte konkret auslöst, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Neben einer genetischen Veranlagung können dabei auch verschiedene andere Risikofaktoren (Umweltfaktoren, Stress, Infekte, physikalische Reizung) eine Rolle spielen. Es gibt daher keine Massnahmen, mit denen Sie einer Schuppenflechte direkt vorbeugen können.
Falls jedoch bereits jemand in der Familie an Psoriasis erkrankt ist, können Sie versuchen, Risikofaktoren wie Stress, Alkohol oder Nikotin zu vermeiden.
Die Schuppenflechte ist eine chronische Erkrankung und verläuft in der Regel in Schüben. Dies heisst, dass es Phasen gibt in denen die Beschwerden stärker sind und Phasen in denen die Symptome weniger stark oder gar nicht auftreten. Die Krankheit kann bei jeder betroffenen Person etwas anders verlaufen. Der Krankheitsverlauf lässt sich also nur schwer vorhersagen.
Viele Betroffene schämen sich, ihre Hautveränderungen zu zeigen. Manche ziehen sich daher zurück und vermeiden den Kontakt zu anderen Menschen. Daher kann es bei Schuppenflechte auch zu psychischen Problemen wie Depressionen kommen.
Oft sind Menschen mit Schuppenflechte übergewichtig und leiden zusätzlich an Bluthochdruck, Diabetes und in der Folge Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auch wenn Schuppenflechte nach heutigem Stand nicht heilbar ist, können Sie die Krankheit mit der richtigen Therapie in der Regel gut in den Griff bekommen. Darüber hinaus können Sie selbst mit verschiedenen Massnahmen dafür sorgen Krankheitsschüben zu vermindern.
Versuchen Sie herauszufinden was bei Ihnen Krankheitssymptome verstärkt (Triggerfaktoren). Dabei kann ein Tagebuch helfen.
Achten Sie auf eine gute Hautpflege, um ihre Hautbarriere zu stärken.
Sorgen Sie für eine gesunde Lebensweise. Das heisst: wenig Alkohol, keine Zigaretten, ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung.
Bei Übergewicht ist es empfehlenswert, das Gewicht zu reduzieren. Das kann mögliche Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck und in der Folge Herz-Kreislauferkrankungen reduzieren.
Stress kann das Auftreten von Schüben fördern. Scheuen Sie nicht davor zurück, sich psychische Unterstützung zu suchen.
Auch wenn die Krankheit bislang nicht heilbar ist, lässt sie sich mit der richtigen Behandlung in den meisten Fällen gut kontrollieren. Für die Therapie der Schuppenflechte stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir werden je nach Schwere Ihrer Erkrankung entscheiden, welche Massnahmen sinnvoll sind.
Nebst den unterschiedlichen Lokaltherapien sowie der Lichttherapie kommen bei schweren Psoriasisformen Systemtherapien in Form von Tabletten und Injektionen zur Anwendung.