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Pollenallergie

Pollenallergie

Pollenallergie / spezifische Immuntherapie

Die Pollenallergie, auch allergische Rhinokonjunktivitis oder Heuschnupfen genannt, ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Pollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. In der Schweiz sind je nach Saison vor allem Hasel, Erle, Birke, Gräser und Beifuss verantwortlich.

Neben typischen Beschwerden an Nase und Augen kann sich eine Pollenallergie auch an der Haut oder in Form eines allergischen Asthmas äussern.

Hierdurch kann es zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität kommen.

Typische Beschwerden

Die Beschwerden treten meist saisonal auf und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein:

  • Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, gerötete oder tränende Augen
  • Juckreiz an Haut, Ohren oder Gaumen
  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen
  • Reizhusten oder Atembeschwerden
  • Verschlechterung von Neurodermitis oder Ekzemen

Unbehandelt kann sich eine Pollenallergie im Verlauf ausweiten („Etagenwechsel„) und die unteren Atemwege betreffen.

Allergologische Abklärungen

Eine milde Pollenallergie, welche mittels Einnahme von Antiallergika (Antihistaminika) in Form von Nasenspray, Augentropfen oder Tabletten kontrolliert ist braucht in der Regel keine weiterführende Abklärung.

Ist jedoch eine spezifische Immuntherapie / Hypo-/Desensibilisierung vorgesehen, so ist eine gezielte Abklärung entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Je nach Situation kommen zum Einsatz:

  • Ausführliche allergologische Anamnese
  • Pricktest auf häufige Pollenallergene
  • Blutuntersuchungen (spezifisches IgE)
  • Beurteilung allergischer Hautreaktionen

Behandlungsmöglichkeiten

Die Therapie richtet sich nach Art und Schwere der Symptome:

Allergenkarenz:

  • Pollenflug beachten
  • Lüften zu pollenarmen Zeiten
  • Kleidung nach Aufenthalt im Freien wechseln

Medikamentöse Therapie:

  • Antihistaminika (Talbetten oder lokal als Augentropfen, Nasenspray)
  • Kortisonhaltige Nasensprays oder Cremes bei Hautbeteiligung

Alternative Therapien:

  • Traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur

Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

  • Bei ausgeprägten oder langanhaltenden Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Sie zielt darauf ab, die Ursache der Allergie langfristig zu behandeln.

Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Nicht immer lassen sich die Beschwerden mit Medikamenten und Alternativ-Therapien ausreichend kontrollieren. In diesen Fällen kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) weiterhelfen.

Die spezifische Immuntherapie (SIT) – auch Hyposensibilisierung genannt – ist die einzige ursächliche Behandlung der Pollenallergie. Ziel ist es, das Immunsystem schrittweise an das auslösende Allergen zu gewöhnen und die allergische Reaktion langfristig abzuschwächen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was sind Pollenallergien ?

Eine Pollenallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf Blütenpollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern. Sie äussert sich meist saisonal und wird auch als Heuschnupfen bezeichnet.

Wann beginnt die Pollensaison ?

In der Schweiz startet die Pollensaison häufig bereits im Januar oder Februar (Hasel, Erle) und dauert bis in den Spätsommer (Gräser, Beifuss, Ambrosia). Die genaue Belastung hängt von Wetter und Region ab.

Welche Symptome sind typisch ?

Häufige Beschwerden sind:

  • Niesen, laufende oder verstopfte Nase
  • Juckende, tränende Augen
  • Juckreiz an Haut, Ohren oder Gaumen
  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Husten oder Atembeschwerden

Auch Hautreaktionen oder Ekzemverschlechterungen sind möglich.

Ist eine spezifische Immuntherapie sinnvoll ?

Bei starken, langanhaltenden oder medikamentös schwer kontrollierbaren Beschwerden kann eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) sinnvoll sein. Sie behandelt die Ursache der Allergie und kann langfristig die Symptome reduzieren.

Wie funktioniert eine spezifische Immuntherapie ?

Bei der Hyposensibilisierung wird dem Körper das verantwortliche Allergen in kontrolliert steigender Dosierung zugeführt. Dadurch lernt das Immunsystem, nicht mehr überschiessend zu reagieren. Entzündungsprozesse nehmen ab und die allergischen Beschwerden werden nachhaltig reduziert.

Wie lange dauert eine spezifische Immuntherapie ?

Die spezifische Immuntherapie erstreckt sich in der Regel über 3 Jahre. Erste Verbesserungen treten häufig bereits im ersten Behandlungsjahr auf.