Urtikaria
(Nesselfieber /
Nesselsucht)
Urtikaria
(Nesselfieber)
Urtikaria (Nesselfieber)
Urtikaria ist eine komplexe Hautreaktion, die Millionen von Menschen weltweit betrifft. Charakterisiert durch plötzlich auftretende, juckende Quaddeln, die wie Brennesselstiche aussehen und sich schnell über den Körper ausbreiten können. Diese immunologische Reaktion kann verschiedene Ursachen haben und von kurzer Dauer sein oder chronisch werden.
Spontane Urtikaria: Die Symptome erscheinen spontan, ohne erkennbaren äusseren Auslöser.
Physikalische Urtikaria: Äussere Reize wie Kälte, Hitze oder Druck lösen die Hautveränderungen aus.
Sonstige Urtikaria-Formen: Faktoren wie Anstrengung, Kontakt mit Wasser oder Allergien provozieren die Urtikaria.
Die Urtikaria ist ein sehr komplexes Krankheitsbild. Insbesondere bei der chronisch spontanen Urtikaria bleibt in der Mehrzahl der Fälle die Ursache unklar, man spricht dann von einer idiopathischen Urtikaria. Seltener finden sich chronisch induzierbare Formen mit klaren Triggerfaktoren (z. B. Kälte oder Druck).
Bei den akuten Verlaufsformen der Urtikaria lassen sich oft Infekte oder allergische Reaktionen als Ursache eruieren.
Anhand der Dauer wird zwischen zwei Verlaufsformen unterschieden:
- Akute Urtikaria:
hält weniger wie 6 Wochen an
tritt oft akut auf und klingt innert wenigen Tagen ab - Chronische Urtikaria:
hält über 6 Wochen an
kann immer wiederkehrende Schübe habe
Die akute Urtikaria dauert oft nur wenige Tage und Bedarf keiner weiterführenden Abklärung. Bei der chronischen Urtikaria wird eine weiterführende Abklärung empfohlen.
Triggerfaktoren meiden:
Konnten Auslöser oder Triggerfaktoren identifiziert werden, sollten diese möglichst vermieden werden.
Medikamentöse Therapie:
Die Basis der Therapie sind Antihistaminika. Diese müssen meistens höher dosiert werden, wie wir es von anderen Erkrankungen, wie z.B. der Pollenallergie kennen. Teilweise ist es notwendig, das Antihistaminika über Wochen bis Monate eingenommen werden.
Selten können kurzfristig Kortison-Präparate zum Einsatz kommen.
Bei schweren Formen der Urtikaria, welche nur ungenügend auf Antihistaminika ansprechen, gibt es weiterführende Therapiemöglichkeiten. Hier können spezielle Antikörper (Biologika) eingesetzt werden, um das Immunsystem zu modulieren.
Die Therapieform und Dosierung muss mit jedem Patienten individuell festgelegt werden. Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist es, dass keine Symptome mehr auftreten und die Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird, dies erfordert aber oft etwas Geduld.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Urikaria ist eine entzündliche Reaktion der Haut, die durch die Aktivierung von Mastzellen und deren Freisetzung von Entzündungsmediatoren wie Histamin entsteht. Es kommt zu juckenden Quaddeln und / oder Schwellungen (Angioödeme).
Eine Vielzahl von Faktoren kann die Urtikaria beeinflussen oder auslösen, weshalb die Ursachensuche häufig anspruchsvoll ist. Gerade bei der häufigeren chronischen spontanen Form findet sich jedoch meist kein klarer Auslöser.
Allen Formen gemeinsam ist die Aktivierung der Mastzellen, dies kann auf verschiedenen Wegen geschehen.
- Allergische immunologische Reaktion (Medikamente, Nahrungsmittel, Insektenstiche)
- Nicht-allergische immunologische Reaktion (autoimmun, infektgetriggert)
- Nicht immunologische Mastzellaktivierung (physikalische Formen)
Die Urtikaria zeigt sich durch plötzlich auftretende, juckende Quaddeln und teilweise ebenfalls durch tiefere oft schmerzhafte Schwellungen (Angioödeme).
Nur bestimmte Stellen oder auch der ganzen Körper kann von diesen Symptomen betroffen sein.
Quaddeln jucken stark und klingen innert Minuten bis 24 Stunden ab.
Angioödeme sind oft schmerzhaft und können bis zu 72 Stunden anhalten.
Die akute Urtikaria dauert oft nur wenige Tage und Bedarf keiner weiterführenden Abklärung.
Bei der chronischen Urtikaria wird eine weiterführende fachärztliche Abklärung empfohlen.
Ebenfalls sollten Quaddeln, welche länger wie 24h identischer Stelle verbleiben weiter abgeklärt werden.
Bei folgenden Beschwerden sollte umgehend eine ärztliche Vorstellung erfolgen:
- anhaltende nicht kontrollierbare Symptome
- Schwellungen im Halsbereich
- Atembeschwerden
- Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks