Muttermalkontrolle
Muttermalkontrolle
Muttermalkontrolle
Die Zahl der Menschen, welche an Hautkrebs erkranken, steigt in der Schweiz stetig an. Alle Altersgruppen können betroffen sein, jedoch nimmt die Häufigkeit mit zunehmendem Alter zu. Am meisten gefürchtet ist der schwarze Hautkrebs, das Melanom. Ein Melanom kann sich aus bereits bestehenden Muttermalen entwickeln oder auch neu (de novo) entstehen.
Generell empfehlen wir allen Patienten regelmässige Selbstuntersuchungen durchzuführen. Typische Warnzeichen für schwarzen Hautkrebs können durch die ABCDE-Regel erfasst werden:
- Asymmetrie
- Begrenzung: unregelmässig
- Color: verschiedene Farben
- Durchmesser: >5 mm
- Entwicklung: neue Veränderungen
Neue oder sich verändernde Muttermale sollen immer dermatologisch abgeklärt werden.
Genetische Prädisposition:
Erhöhtes Risiko bei familiärer Vorbelastung, mehr als 50 Muttermalen, hellhäutigen Hauttypen und häufigen Sonnenbränden, insbesondere in der Kindheit.
Umwelteinflüsse:
UV-Strahlung und intensive Sonneneinstrahlung begünstigen Muttermalveränderungen. Besonders gefährlich sind häufige Sonnenbäder, Sonnenbrände und Solarienbesuche.
Anhand der Anamnese wird bei jedem Patienten das individuelle Risikoprofil erfasst.
Danach erfolgt eine dermatologische Ganzkörperuntersuchung. Die ganze Haut wird sorgfältig inspiziert. Mit dem Dermatoskop werden Muttermale und andere auffällige Befunde im Detail untersucht, um mögliche Risiken zu erkennen. Diese Untersuchung bildet die Grundlage jeder Hautkrebsvorsorge.
Die Video-Auflichtdermatoskopie (FotoFinder®) ist eine moderne Bildanalyse zur Dokumentation von auffälligen Befunden und ermöglicht es, Hautveränderungen zusätzlich mittels KI zu analysieren, genau einzustufen und über einen längeren Zeitraum zu beobachten. So können unnötige Operationen vermieden und notwendige Operationen präzisiert werden.
Eine Muttermalkontrolle ist völlig schmerzfrei.
Die digitalisierte Dermatoskopie und Ganzkörperfotographie mit FotoFinder® ist eine moderne, genaue Untersuchungstechnik, die hilft verdächtige Muttermale früh zu erkennen und Veränderungen im Verlauf sicher zu überwachen.
Bei ein erhöhtem Risiko für Hautkrebs, vorallem schwarzem Hautkrebs – zum Beispiel bei eigener oder familiärer Vorgeschichte von Hautkrebs, bei sehr vielen oder atypischen Muttermalen oder beim sogenannten dysplastischen Nävus-Syndrom wird die Untersuchung von der Krankenkasse übernommen.
Patienten/innen ohne erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs müssen die Kosten selbst übernehmen.
Die auflichtmikroskopische Untersuchung (ohne FotoFinder®) wird in der Regel bei allen Patienten/innen von den Krankenkassen übernommen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ein Muttermal, medizinsich melanozytärer Nävus genannt, ist die gutartige, harmlose Ansammlung von Pigmentzellen (Melanozyten).
Muttermale können bei Geburt vorhanden sein, sich im Laufe des Lebens neu bilden, flach oder erhaben sein und auch in der Farbe stark variieren von hautfarben bis schwarz.
- Mehr als 50 Muttermale
- Hellhäutige Hauttypen
- Familiäre Vorbelastung
- Häufige Sonnenbränden in der Kindheit
- Intensive UV-Exposition
Eine feste Regel gibt es nicht. Die Häufigkeit einer Muttermalkontrolle wird anhand des individuellen Risikoprofil eines Patienten festgelegt.
Personen mit hellen Hauttypen, vielen Muttermalen, Melanomen in der Familie oder der persönlichen Anamnese und häufigen Sonnenbränden in der Vergangenheit haben ein erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken
Nach einer sorgfältigen Anamnese und klinischen Untersuchung sowie einer Fotodokumentation von auffälligen Muttermalen/Hautveränderungen wird festgelegt, wie häufig dermatologische Kontrollen notwendig sind.
Die meisten Muttermale bei Kindern sind nicht gefährlich. Eine Kontrolle ist zu empfehlenswert bei:
- sehr grossen angeborenen Muttermalen
- schneller Veränderung
- ungewöhnlicher Form und Farbe
Neue oder sich verändernde Muttermale sollen immer dermatologisch abgeklärt werden.
Wird ein auffälliges Muttermal entdeckt und besteht der dringende Verdacht für ein dysplastisches (zeltverändertes) Muttermal oder ein Melanom so wird eine Entfernung (chirurgische Exzision) in örtlicher Betäubung besprochen.
Ist ein Muttermal nur „Auffällig“ ohne Verdacht auf Bösartigkeit oder Zellveränderungen so kommt die Video-Auflichtdermatoskopie (FotoFinder®) zum Einsatz. Mittels moderner Bildanalyse erfolgt eine Fotodokumentation. Dies ermöglicht es, Hautveränderungen zusätzlich mittels KI zu analysieren und über einen längeren Zeitraum zu beobachten.